Ev.-luth. Friedhof St. Nicolai - Gifhorn

1890 - 2024

Validierung „Grüner Hahn“

Am Montag, den 03.06.2024 ist es soweit. Der Friedhof St. Nicolai wird von                                             Frau Dipl.-Ing. Sabine Jellinghaus geprüft. Es werden Gespräche geführt, Unterlagen gesichtet und eine Friedhofsbegehung unternommen. Wenn das Umwelteam und die Mitarbeiter`*innen der Friedhofsverwaltung St. Nicolai gut gearbeitet haben,  wird der „Grüne Hahn“ ausgehändigt.

 

 

 

 

Felsenbirne als wertvolles Bienen- und Vogelnährgehölz

Kreative Urnengrabstätten unterm Baum

Die Felsenbirne, botanisch Amelanchier, gehört zweifelslos zu den wichtigsten Gartengehölzen. Das Wort amelanche ist keltisch-gallischen Ursprungs und bedeutet Äpfelchen. Sie blüht im April und Mai mit weißen bis cremefarbenen Blüten. Für Insekten und Vögel eine sehr wertvolle Pflanze. Im Herbst gibt es eine spektakuläre Herbstfärbung.

Der Baum als Mittelpunkt der Grabanlage

5 Felsenbirnen wurden in der Abteilung II gepflanzt. Nicht nur als Kreis sind die Randsteine aus Wesersandstein von Herrn Burkhard Klann von der Friedhofsverwaltung gesetzt worden, sondern sie wurden auch an die vorhandenen Reihen angepasst. Die Grabbepflanzung besteht aus insektenfreundlichen Pflanzen, wie Katzenminze, Fette Henne, Lavendel und vieles mehr. Dies bedeutet: Keine Grabpflege mehr  für die Angehörigen. Hier “pflegt die Natur” die Grabstätte. Unsere Gärtner*innen kümmern sich um das notwendigste.

Der Grabstein als Erinnerungsmal

Mit dem hiesigen Steinmetz- und Bildhauermeister Herrn Markus Seil wurde ein Grabstein für diese Anlage ausgesucht, um den Angehörigen die Entscheidung zu einem Grabmal zu erleichtern und Wartezeiten zu verkürzen. Es handelt sich um Halmstadt Granit. Auf einen Stein aus China oder Indien wurde bewusst verzichtet um den Vorgaben vom “Grünen Hahn” gerecht zu werden. Die Beschriftung für diese Steine gibt es in zwei Varianten, als Buchstaben und als Schild bzw. Namensplatte.

                                                       

8. Gifhorner Friedhofslauf

Der nun mehr 8. Gifhorner Friedhofslauf findet am Freitag, den 23. August 2024 statt. Start 18:00 Uhr . Die Startnummern-Ausgabe ist ab 17.00 Uhr direkt vor dem Verwaltungsgebäude.             Der Lauf ist ein Spendenlauf für das Gifhorner Friedhofsmobil, dass in seine 18. Runde startet.  Es wird die Möglichkeit geben, 4 km zulaufen, dass sind 2 Runden oder 8 km, dass sind 4 Runden. Der Start findet im Park zwischen dem katholischen und dem evangelischen Friedhof statt. Dort geht es in Richtung Hohe Luft, runter zur Lüneburger Str. und die Treppen hoch zum alten Friedhof und zurück zum Start. Hier geht es zur : Anmeldung <–einfach anklicken                                                                                    Link zur Stecke: 8._Gifhorner_Friedhofslauf_23.08.24_18.Uhr_

Nach dem alle im Ziel sind, wird es wieder ein gemütliches beisammensein geben, mit Bratwurst und Getränken, sowie eine etwas andere Siegerehrung.

Das Gifhorner Friedhofsmobil startet zur 18. Saison

18 Jahre Friedhofsmobil in Gifhorn

Die katholische und evangelische Kirche in Gifhorn geht mit dem Friedhofsmobil in die neue Saison. Trauernde Hinterbliebene können diesen kostenlosen Fahrdienst in Anspruch nehmen, der immer donnerstags die Friedhöfe in Gifhorn anfährt.

„Ich hätte damals nicht gedacht, dass unsere Idee auf so große Resonanz stoßen würde und wir so vielen älteren Menschen über so viele Jahre diesen Dienst anbieten können“, so Johann Harms, Leiter der Friedhofsverwaltung des ev. Friedhofs. 7 ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen stehen zur Verfügung. Zwei von Ihnen wurden jetzt verabschiedet: August Heinemann und Adolf Wulfes haben 11 bzw. 13 Jahre lang diesen wichtigen Dienst ausgeübt. Zwei neue Fahrerinnen sind dazu gekommen.

„Wir konnten im letzten Jahr über 270 Personen befördern, die unser Angebot mit großer Dankbarkeit nutzen.“ so Martin Wrasmann von St. Altfrid. „Und in 17 Jahren hat es keine einzige Verkehrsverfehlung durch unsere Fahrer*innen gegeben“, ergänzt Wrasmann.

So ist dieses ökumenische Projekt aus den sozialen Angeboten in der Stadt Gifhorn nicht mehr weg zu denken. Gerade ältere Menschen begegnen sich in ihrer Trauer und finden andere in ähnlicher Lebenssituation.

Personen, die den Dienst des Friedhofsmobils nutzen möchten, können sich telefonisch in der Friedhofsverwaltung  melden (Tel. GF 3806). Die erste Fahrt in der diesjährigen Saison ist am Donnerstag, 14. März. Anmeldungen können immer mittwochs ab 8.00 Uhr vorgenommen werden. Die Nutzung des Fahrdienstes ist kostenlos. Das Friedhofsmobil wird von den beiden Gifhorner Kirchengemeinden St. Altfrid und St. Nicolai getragen und finanziert.

Parkplätze am Kirchweg

Seit Februar 2024 gibt es im Kirchweg , Einfahrt vom Weinberg, direkt am Eingang 4 Parkplätze die mit Parkscheibe für eine Stunde für Friedhofsbesucher*innen frei gehalten werden. Diese Regelung gilt Werktags von 10 bis 18 Uhr. Die Friedhofsverwaltung freut sich über die Maßnahme aus dem Rathaus. Somit haben die Friedhofsbesucher*innen jetzt die Möglichkeit ihre Gräber im südlichen Teil des Friedhofes auf kürzerem Wege zu besuchen und zu pflegen.

Kolumbarium

Es hat etwas gedauert, jetzt hat der St. Nicolai Friedhof oberirdische Urnenkammern. Hier besteht die Möglichkeit je Kammer eine Urne bei zusetzen. Die Lieferfirma arbeitet Nachhaltig im Sinne unserem neuen Ziel den „Grünen Hahn“ als anerkannte Zertifizierung für Umweltschutz zu erhalten.

Gerne zeigen wir ihnen diese neue Grabart auf unserem Friedhof.

Urnengräber unter Birken mit Stele

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  In Abteilung 06 gibt es seit diesem Jahr einige Flächen die mit Trauerbirken bepflanzt wurden. Eine Stele aus Granit und ein Namensschild gehören mit zur Gestaltung. Die Bepflanzung ist eine bunte Mischung aus Stauden, Gräsern und Heide. Gerne können auch persönliche Blumen gepflanzt werden.

 

 

Wochenthema Friedhofsgebühren

  1. Wieso Friedhofgebühren?

Ich schreibe hier für den Friedhof St. Nicolai Gifhorn, denke aber es ist auf allen Friedhöfen

übertragbar.

Unser  Friedhof hat eine Größe von ca. 8 ha. Bestückt mit vielen Bäumen, Rasenflächen, Flächen

die nicht belegt sind, Wegen und Beeten.

Ein Teil der Flächen wird von den Angehörigen betreut weil sie eine Grabstätte haben.

Der Rest wird vom Personal der Friedhofsverwaltung so gut es geht das ganze Jahr gepflegt.

Jeder der einen Garten hat oder jemanden kennt der einen Besitzt weiß das ein Garten gepflegt

werden muss, damit man sich darüber freuen kann und wohlfühlt.

Auch der Friedhof braucht diese Aufmerksamkeit, weil er mehr ist als ein Garten, er ist ein Park,

eine „Grüne Lunge“, das Aushängeschild der Stadt, eine Begegnungsstätte, ein Kulturgut, ein

lebendiges Geschichtsbuch, ein starker Halt in der Trauer, Klima- und Naturschutz und noch viel mehr.

Um das alles aufrecht zuhalten benötigt der Friedhof Menschen die sich um ihn kümmern.

Diese  Mitarbeiter*innen bekommen dafür ihren Lohn wie bei jeder anderen Arbeit auch.

 

  1. Wie entstehen Friedhofgebühren?

Was viele Menschen nicht wissen – kirchliche Friedhöfe müssen sich per Gesetz selber tragen -, d.h.

das Personal und die anderen Betriebskosten müssen zu 100 % selbst erwirtschaftet werden.

(Kommunale Friedhöfe sollten das auch, müssen aber nicht. Sie werden teilweise bis zu 60 % aus Steuergeldern mitfinanziert.)

Zum einen gibt es das Nutzungsrecht bzw. die Ruhezeit für 25 Jahre. Die Summe wird in eins bezahlt.

So entstand ein „Generationenvertrag“ von Jahr zu Jahr. Im Laufe der Jahre ist durch die zunehmende

Zahl der Urnenbeisetzungen ein Ungleichgewicht entstanden.

Die Einnahmen für Grabaushub, Sargträger  u.a. gehen jetzt zum Krematorium, Bestatter, Amtsarzt etc.

Das hatte zur Folge, dass auch Urnengräber  im Gebührenbereich das Niveau der Erdbestattung erreicht haben.

Mittlerweile geht es nicht mehr um die Größe der Grabstätte.

Außerdem gibt es eine Anzahl von Urnen die in sogenannten Bestattungswäldern beigesetzt werden,

obwohl der Friedhof eine schöne Auswahl von Grabarten vorhält, was manch einer leider nicht weiß.

 

  1. Warum sind Gebühren so „Hoch“?

Wie alle wissen die im Arbeitsleben stehen, gibt es nicht nur den Nettolohn, den Bruttolohn sondern

auch den Arbeitgeberbruttolohn. Das heißt die Kosten für die Rente, die Krankenversicherung,

die Arbeitslosenversicherung u.a. muss noch einmal erwirtschaftet werden.

Somit sind die Personalkosten die Kosten mit der größten Tragweite. Die Mitarbeiter*innen sind

dennoch die Menschen auf die man nicht verzichten kann. Es wäre der falsche Weg hier mit sparen anzufangen.

Die Begründung haben sie unter Punkt eins gelesen.

Das die Gebühren für die ganze Ruhezeit genommen werden muss kommt aus der Zeit wo

die Bestattungskosten teilweise von den Krankenkassen übernommen wurden, damals 4.000,– DM

Leider kann man das nicht umstellen, hier greift wieder der „Generationenvertrag“.

Im Verhältnis zu anderen lebensnotwenigen Dingen ist der Friedhof nicht teuer, aber dennoch

für unsere Gesellschaft ganz wichtig.

 

Ev.-luth. Friedhof St. Nicolai Gifhorn